www.Porzellanladen24.de Porzellanladen24 » Die Geschichte des Porzellans
     
 

Die Geschichte des Porzellans ist eine lange Geschichte und zudem faszinierend.

Das erste, bei archäologischen Ausgrabungen in der Provinz Honan in China, gefundene Porzellan kann in das 15. - 16. Jahrhundert vor Christus zurückdatiert werden. Schon damals war die chinesische Handwerkskunst auf das Geheimnis in der Herstellung Porzellans gestoßen. Es handelte sich hierbei um ein Weingefäß mit dünnwandiger Porzellanscherbe, das mit einer gelben Glasur überzogen und mit einem feinen Reliefband verziert war. Die Blütezeit des Porzellans in China war von 1000 bis 1250 n. Chr. zur Zeit der Sung-Dynastie.

Doch es musste noch einige Zeit vergehen bis sich das Weiße Gold, wie es die Fürsten des 15. Jahrhunderts n. Chr. bezeichneten, sich langsam über die Seidenstraße nach Europa verbreitete. Den Siegeszug in die fürstlichen Residenzen gelang dem Porzellan durch die Berichte eines gewissen Marco Polo, der die wunderbaren keramischen Erzeugnisse des fernen Ostens mit MUSCHELN, den PORCELLAS, verglich und somit dem Porzellan auch zu seinem Namen verhalf.

Mehr als 2500 Jahre Erfahrung und Geschick im Umgang mit diesem filigranen Material trennten die beiden Kulturkreise. Die Fürsten, fasziniert vom Porzellan, beschäftigten Alchimisten und Chemiker, um hinter das Geheimnis des WEIßEN GOLDES zu kommen.

Das erste europäische Porzellan, heute unter dem Begriff des Hartporzellans bekannt, wurde im Jahre 1709 vom Alchimisten Böttcher und dem Chemiker Tschirnhaus in Dresden hergestellt. Nach mehreren vergeblichen Versuchen stießen sie auf die richtige Zusammensetzung der Komponenten KAOLIN, FELDSPAT und QUARZ.

Trotz der Geheimhaltungsversuche des Sachsenkönigs August dem Starken wurde die Rezeptur des Hartporzellans verbreitet, sodass bereits am Ende des 18. Jahrhunderts 8 Porzellanmanufakturen gegründet waren, die in der Lage waren aufwendige Porzellanservice und Kunstgegenstände für den Adel zu produzieren. Darunter finden sich bedeutende Manufakturen wie Nymphenberg, Fürstenberg und Frankenthal.

Im Zuge der technischen Revolution des 19. Jahrhunderts und in Folge der Verarmung der staatlich/fürstlichen Porzellan-Manufakturen kam nun auch das aufstrebende Bürgertum mit dem edlen Material in Berührung und neben Firmenneugründungen gingen auch die staatlichen Manufakturen in privaten Besitz über. Das Porzellan war nun fast allen Gesellschaftsschichten zugänglich und entwickelte sich zu einem Gebrauchsgegenstand des täglichen Lebens.

Geblieben ist ein Material das faszinierende Handwerkskunst mit grenzenloser Formenvielfalt verbindet und sich auch heute noch an den Formen vergangener Zeiten orientiert oder von den Designern der Moderne in funktionale Alltagsgegenstände übersetzt wird.

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